RoHS Konform

Viele Thermotransferetiketten sind RoHS-konform, aber was heißt das eigentlich?

RoHS ist die Abkürzung von Restriction of Hazardous Substances, was auf deutsch frei übersetzt „Beschränkung (der Verwendung bestimmter) gefährlicher Stoffe“ bedeutet.

Das Ziel der im Jahre 2003 verabschiedeten Richtlinie ist es, gefährliche Bestandteile aus dem Elektroschrott zu verbannen. Das gilt nicht nur für die elektrischen Bauteile selbst, sondern auch für alle externen Komponenten wie Kabelisolationen, Aufkleber etc.
Die RoHS Richtlinie wurde im Jahr 2011 dahingehend verändert, dass eine maximal zulässige Höchstkonzentration der gefährlichen Substanzen festgelegt wurde. Das absolute Inhaltsverbot wurde also durch realisierbare Grenzwerte ersetzt.

Eine Änderung oder Erweiterung der Richtlinie ist möglich. So können die Grenzwerte geändert werden. Neue Stoffe, bei denen eine schädliche Langzeitwirkung noch nicht bekannt war, können hinzugefügt werden. In welchem Abstand eine Überprüfung der bis dato gültigen Werte stattfindet, ist in der Richtlinie nicht definiert.

Folgende Stoffe sind von der Richtlinie betroffen:
Die Schwermetalle Quecksilber, Cadmium, Blei, Chrom VI
sowie Polybromiertes Biphenylen (PBB) und Polybromierter Diphenylether (PBDE)

Auch hier gilt: keine Regel ohne Ausnahme. Für unterschiedliche elektronische Bauelemente gelten andere oder keine Grenzwerte. So zum Beispiel in Leuchtstoffröhren oder Starterbatterien in Autos. Auch für einige Industriezweige gelten teilweise Ausnahmen oder andere Grenzwerte, darunter fallen die Luftfahrt und das Militärs sowie medizinischen Geräten.

Die ganze Richtlinie ist hier einzusehen.

RoHS Richtlinie
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